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ePrivacy und DSGVO – Regeln für die digitale Kommunikation

By 29. September 2020 No Comments
dsgvo eprivacy

Durch die Erweiterung der DSGVO mit den neuen ePrivacy-Verordnungen kommen auf Unternehmen neue Herausforderungen für die elektronische Kommunikation mit Kunden zu. Der Umgang mit personenbezogenen Daten soll noch sensibler eingestellt werden, als es bisher der Fall war. Insbesondere das Sammeln von Daten über Cookies steht im Fokus der neuen ePrivacy-Verordnung. Bis vor wenigen Jahren war es problemlos möglich, Nutzerdaten zu speichern sowie für diverse Zwecke zu verwenden und auszuwerten. Dies wurde bereits durch die DSGVO eingeschränkt. In aktuellen Verhandlungen der EU werden die entsprechenden Konzepte überarbeitet.

Welche Änderungen zur DSGVO sind zu beachten?

Das Setzen von Cookies ist nach einem EU-Urteil nicht mehr einfach durch eine pauschalisierte Information erlaubt. Wer die Nutzer seiner Inhalte mit einem Satz wie „Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zu“ abfertigt, riskiert eine Abmahnung mit allen entsprechenden Folgen. Aktuell dürfen Cookies nur dann gesetzt werden, wenn der Nutzer diesem Verfahren aktiv zugestimmt hat. Übliche Lösungen für ein Opt-in gestatten mehrere Optionen, zum Beispiel:

  • notwendige
  • Präferenzen
  • Statistiken
  • Marketing

Darüber hinaus lassen sich die technischen Details für jedes Cookie einblenden, was für eine maximale Transparenz sorgt.

Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen?

Die aktuelle DSGVO wurde nach einer zweijährigen Einführungsphase am 25. Mai 2018 wirksam. Die EU-Kommission evaluiert diese Verordnung alle vier Jahre, um sie den aktuellen Erfordernissen anzupassen. Der erste dieser Termine war im Mai 2020. Allerdings liegen im Moment keine konkreten Ergebnisse zur ePrivacy-Verordnung vor. Seit Dezember 2019 liegen die Verhandlungen auf Eis; der neue EU-Digitalkommissar, Thierry Breton, kündigte lediglich an, Optionen auf einen verbesserten Schutz der Privatsphäre im digitalen Raum prüfen zu lassen.

Welche Anpassungen sollten Unternehmen für ihre digitale Kommunikation vornehmen?

In der Strategie sind für folgende Prozesse Anpassungen oder neue Lösungen zu suchen:

  • Performance Marketing
  • langfristige Speicherung personenbezogener Daten
  • verfügbare Datenbasis
  • kanalübergreifende Personalisierung
  • Tracking
  • Budget für digitale Werbung

Rechtliche Fallstricke vermeiden

Da die Verhandlungen zur neuen ePrivacy-Verordnung noch nicht abgeschlossen sind, müssen die Änderungen in der Kommunikation so gestaltet werden, dass sie jederzeit anpassbar sind. Auch wenn das eventuell einen Mehraufwand bedeutet, kann ein zeitiges Planen und Aufstellen von Konzepten für einen wichtigen zeitlichen Vorsprung gegenüber Mitbewerbern sorgen. Anwaltskanzleien und Berater, die sich auf die DSGVO und Onlinehandel spezialisiert haben, arbeiten bereits mit Hochdruck an Lösungen und entsprechenden Formulierungen. Eine Kooperation auf diesem Gebiet ist nicht nur für große Firmen sinnvoll, sondern sollte auch von kleineren und mittelständischen Unternehmen angestrebt werden.

Lösungen für eine rechtskonforme Kommunikation

Um die digitale Kommunikation rechtskonform zu gestalten, bieten sich mehrere Lösungswege an. Sie unterstützen eine individuelle Auswahl von Cookies und ermöglichen eine plattformübergreifende Verwaltung der gespeicherten Daten.

Consent Management implementieren

Ein sauberes Consent Management System ermöglicht es, möglichst viele Opt-ins auf seriösem Weg zu erhalten. Dazu ist es nützlich, verschiedene Banner und Begleittexte auszuprobieren und die erfolgversprechenden Kandidaten weiter zu verfeinern. Das stärkt nicht nur die Datenbasis, sondern vermittelt den Kunden ein Gefühl von Transparenz und Legalität. Die Lösungen müssen sowohl für mobile Geräte als auch am PC funktionieren, damit sie eine breite Akzeptanz finden.

Individuelle Leadsysteme und CRM nutzen

Im Leadsystem werden die Consent-Ergebnisse gespeichert und in Echtzeit verarbeitet. Dafür bietet sich ein Data Warehouse an, das allerdings hinsichtlich einer schnellen Reaktion nur begrenzt leistungsfähig ist. Mit einem funktionierenden Customer Relationship Management (CRM) lassen sich Marketing- und Vertriebsaktivitäten optimal an die aktuellen Bedürfnisse anpassen.

Customer Data Plattformen für eine zentrale Verwaltung der Nutzerdaten

Über die Nutzung von Customer Data Plattformen (CDP) lassen sich Consent-Daten zentral verwalten und mit allen weiteren Plattformen verbinden. So können die einmal vom User gewährten Einwilligungen für alle weiteren Produkte wie CRM, Data Warehouse und  Online-Lösungen verwendet und optimiert werden.

Fazit: Clevere Strategien bieten Chancen auf Marktvorteile

Neben der intelligenten Verwendung von Opt-in sowie der zentralen Speicherung und Verwaltung der Consent-Daten wird weiterhin die aktive Betreuung der Inhalte eine große Rolle spielen. Nutzer, welche die jeweiligen Seiten als interessant, vertrauenswürdig und wertvoll einschätzen, werden eher dazu neigen, den Opt-in in vollem Umfang zu gestatten. Wer sich für eine Verbesserung seines Contents interessiert, erhält bei uns eine unterstützende Beratung. Jetzt Kontakt aufnehmen und Informationen anfordern!

Text: mcat
Foto: unsplash.com

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